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Exerzitien


Die Exerzitien sind "doch das Allerbeste, was ich in diesem Leben denken, verspüren und verstehen kann".
Der hl. Ignatius an Manuel Miona am 16. November 1536

Ignatianische (Einzel-) Exerzitien sind Geistliche Übungen, die sich am Exerzitienbuch des hl. Ignatius von Loyola und seiner Dynamik orientieren. Sie bestehen vornehmlich in persönlichen Gebetszeiten anhand der Hl. Schrift, der Vorgaben des Exerzitienbuches und der persönlichen Lebensgeschichte. Sie sind erfahrungsbezogen, d.h. nicht auf vieles Wissen, sondern auf das eigene, selbstständige Finden, Entdecken und Verspüren hin ausgerichtet. Sie möchten eine "Tiefenbohrung" auf eigenem Land (K. Rahner) ermöglichen. Sie wollen und können vor allem dazu helfen, jeweils meine persönliche Berufung, also Lebenssinn und -gestalt zunehmend zu erspüren, zu erkennen und zu verwirklichen, im Raum der Kirche und des alltäglichen Lebens.
Ignatianische (Einzel-) Exerzitien werden begleitet durch einen Begleiter bzw. eine Begleiterin, und auf die Exerzitantinnen und Exerzitanten in ihrer Einzigartigkeit abgestimmt. Persönliche Begleitgespräche sind integraler Bestandteil und finden bei Einzelexerzitien in der Regel täglich statt (nicht so häufig meist bei Exerzitien, die in größeren Gruppen in Form von Vorträgen gegeben werden). Exerzitien dauern, abgesehen von Kurzformen, je nach Abmachung etwa eine Woche bis 30 Tage und erfordern Zurückgezogenheit und Schweigen (um zu hören).
Ignatius kannte auch die Form von ‚Exerzitien im Alltag'. Sie werden in unserer Kirche in der Fastenzeit angeboten.

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